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SUMMARY:Bericht zur Mitgliederversammlung der Fachgruppe und 12. Informatik
 lehrerkonferenz in Sachsen
DESCRIPTION:12. Fachkonferenz am 24.11.2007 im Zuseum Bautzen\n\nDie 12. Fa
 chkonferenz der Fachgruppe IBSn stand ganz unter dem Zeichen der Rechentech
 nik. Nachdem die vorhergehenden Konferenzen in Dresden und Leipzig stattfan
 den, wagten wir uns in diesem Jahr nach Bautzen. Der Grund dafür war: In Ba
 utzen wurde von Herrn A. Samuel zusammen mit Schülern und vielen weiteren E
 nthusiasten ein wahres Kleinod aufgebaut: Das Zuseum.( http://www.zuseum.de
 /)\n\nKatrin Büttner, Sprecherin der Fachgruppe IBSn, informierte eingangs 
 über die geleistete Arbeit der Fachgruppe im vergangenen Jahr und gab Ausbl
 icke über stattfindende Fortbildungsveranstaltungen und Wettbewerbe in der 
 Informatik.\n\nNach dem obligatorischen Rechenschaftsbericht wurde bisherig
 e Leitung durch die Wahl im Amt bestätigt.\n\nZufrieden zeigte sich Prof. F
 riedrich mit den Aktivitäten der Informatiklehrer Sachsens auf der INFOS in
  Siegen. Die erfolgreichen Vorträge und Workshops sind Motor und Motivation
  für die im Jahr 2009 in Berlin stattfindende nächste Tagung, auf der die s
 ächsischen Lehrerinnen und Lehrer in einer empirischen Untersuchung zeigen 
 werden, wie sie die Lehrplaninhalte und informatische Bildung umsetzen.\n\n
 Im Anschluss erhielt Dr. Horst Zuse das Wort. In einem ergreifenden und seh
 r kurzweiligen Vortrag sprach er über das Lebenswerk seines Vaters, Konrad 
 Zuse, und fasste somit die Geschichte der Rechentechnik des 20. und 21. Jah
 rhunderts zusammen.\n\nKonrad Zuse gilt als Schöpfer des ersten funktionsfä
 higen programmgesteuerten und frei programmierbaren Rechners in binärer Gle
 itpunktrechnung. In seiner Werkstatt in Berlin-Kreuzberg erblickte der Z3 1
 994 das „Licht“ der Welt. Der folgende Rechner, Z 4 genannt, konnte bis 194
 5 nicht fertig gestellt werden. Während der Z1, Z2 und Z3 im Krieg zerstört
  wurden, gingen die Bauteile des Z4 in Kisten verpackt mit auf die Flucht i
 ns Allgäu, wo sie einige Zeit in Sicherheit verharrten. Der Konrad Zuse ver
 diente mit Malerei und Holzschnitten den Lebensunterhalt für die Familie. N
 ebenbei schrieb er das Manuskript zum „Plankalkül“, der als die erste unive
 rselle Programmiersprache der Welt gilt.\n\nIm Jahre 1949 endlich konnte de
 r Z4 fertig gestellt und an der ETH Zürich eingesetzt werden. Im gleichen J
 ahr gründete Zuse in Neukirchen im Kreis Hünfeld die Zuse-KG, welche bis zu
 m Jahre 1964 erfolgreich weitere Rechnergenerationen für die Bereiche Betri
 ebswirtschaft, Bautechnik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Energieversorgung,
  Schiffbau, Kernreaktorbau, Ballistik, Vermessungstechnik, Verkehrstechnik,
  Aerodynamik, Optik, Bergbau u.a. entwickelte und baute.\n\nSpäter übernahm
  Siemens die Firma. Konrad Zuse jedoch wurde mit zahlreichen Auszeichnungen
  bedacht. Ein besonderes Ereignis in seinem späteren Leben war das Treffen 
 mit Bill Gates 1995, dem er ein selbstgemaltes Portrait überreichte, welche
 s heute in dessen Büro einen würdigen Platz gefunden haben soll. Umfassende
 re Informationen zu Zuses Lebenswerk sind auf der Website von Dr. Horst Zus
 e www.zuse.de erhältlich.\n\nNach dem Hauptvortrag wurden die Konferenzteil
 nehmer von der „Schulbäckerei“ mit hervorragender Pizza aus dem Holzofen un
 d Getränken versorgt. Ein herzliches Dankeschön gilt den Kolleginnen und Ko
 llegen vom Schiller-Gymnasium, die alles so gut vorbereitet haben.\n\n Work
 shops\n\nIn seinem Vortrag berichtete Herr Prof. M. Ludwig als Schüler und 
 langjähriger Mitarbeiter von Prof. N. J. Lehmann eindrucksvoll über das Wir
 ken des Begründers der elektronischen Rechentechnik und Informatik in Sachs
 en. Bereits 1959 entwickelte N. J. Lehmann ein Konzept für Kleinstrechner u
 nd 1964 wurde der Kleinstrechner D4a im VEB Büromaschinenwerke Zella Mehlis
  unter der Bezeichnung Cellatron in Serie (ca. 3000 Stück) produziert. Eine
  von Schülern erarbeitete kleine Ausstellung dazu findet man ebenfalls in d
 en Räumen des Zuseums.\n\nFür den Besuch des Zuseums war ein kurzer Fußweg 
 vom bzw. zum Gymnasium zu absolvieren, bei trockenem Wetter eine angenehme 
 Abwechslung. Herr Haink berichtete zunächst über das mit großem Engagement 
 aufgebaute und hergerichtete Museum – ein Kleinod für alle an der Entwicklu
 ng der Rechentechnik Interessierten. Weiterhin stellte er ausgewählte Expon
 ate in Ihrer Funktion vor. Einzelne Exponate (Nachbau einer Rechenmaschine)
  und Ausstellungsbereiche (Das Leben und Wirken von N. J. Lehmann) waren vo
 n Schülern des Schillergymnasiums in ihrer Freizeit erstellt worden. Höhepu
 nkt war jedoch die Vorführung des von Prof. K. Zuse entwickelten Plotters. 
 Eine auf Lochstreifen eingegebene Grafik wurde perfekt gezeichnet, wenn auc
 h nur noch mit einem einzelnen Stift. Prinzipiell war der Plotter in der La
 ge, mit verschiedenen Stiften und somit mehrfarbig zu zeichnen.\n\nDen drit
 ten Workshop gestaltete Andreas Samuel (Lehrer am Schiller-Gymnasium Bautze
 n und Initiator des Zuseums) mit didaktischen Materialien zum Verständnis l
 ogischer Schaltungen, wie sie in den Maschinen Konrad Zuses Verwendung fand
 en. Die Teilnehmer konnten die Qualität der Materialien im Selbstversuch er
 proben – schon toll, was unsere Schüler so lernen ;-)
LOCATION:Zuseum e.V.
DTSTAMP:20211202T110036Z
DTSTART:20071124T080000Z
DTEND:20071124T160000Z
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